Burkinis sind "immer noch schön": Halima Aden über ihr Foto-Shooting für "Sports Illustrated"

Halima Aden schrieb Geschichte, als sie als erstes muslimisches Model mit Hijab und Burkini in der Swimsuit-Edition von “Sports Illustrated” auftrat. Jetzt macht sie sich daran, die öffentliche Wahrnehmung von Modest Fashion zu verändern und Frauen Mut zu ihrer Kleiderwahl zu machen.

Halima Aden in Sports Illustrated. (Foto: SI)

Erlaubt ist was sich gut anfühlt

“Ein Mädchen, das einen Burkini trägt, könnte direkt neben einer Frau stehen, die einen Bikini trägt, und immer noch wunderschön sein”, sagte Aden Yahoo Lifestyle auf der Bühne der BUILD-Serie. “Gefeiert werden sollte das, womit man sich am wohlsten fühlt.”

Halima Aden in Sports Illustrated. (Foto: SI)

Adens Burkini wurde jedoch nicht von allen gefeiert. Stattdessen sah sie sich Diskriminierungen und verletzenden Stereotypen ausgesetzt, nachdem sie sich entschieden hatte, diese öffentliche Plattform zu nutzen. Laut Tyra Banks, die ebenfalls schon mehrfach auf der “Sports Illustrated” zu sehen war – 1997 sogar als erste Afroamerikanerin – sind das die Dinge, die Vorreiter ertragen müssen.

“Kratzer und blaue Flecken gehören dazu”, erklärt Banks. “Das ist es, was es bedeutet, ein Vorreiter zu sein. Vorreiter sein ist nicht einfach.”

Ihr nächstes Ziel: Ein eigenes Burkini-Design

Und obwohl Aden jetzt die “Vorreiterin” ist, weiß sie, dass sie sicherlich nicht das Schlusslicht sein wird. Sie erhofft sich bereits, eines Tages in Zusammenarbeit mit “Sports Illustrated”-Redakteur MJ Day einen Burkini zu entwerfen.

“Die Leute wissen nicht einmal, dass es Burkinis gibt”, sagt Day. „Wenn man also Designer dafür interessieren könnte, damit wirklich kreativ zu werden, dann hätten wir wirklich etwas, womit man experimentieren kann.“

Kerry Justich