Endlich: Instagram schränkt Werbung für Diätprodukte ein

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

50 Millionen Follower hat Cardi B bei Instagram, bei Khloe Kardashian sind es 100 Millionen und bei ihrer Schwester Kim noch einmal 50 Millionen mehr. Was Influencer wie sie posten, beeinflusst das Bild von dem, was ihre Anhänger für schön und erstrebenswert halten. Eine mithilfe von zweifelhaften Diätprodukten erlangte schlanke Figur soll bald nicht mehr dazu gehören.

Kim Kardashian darf in Zukunft nur noch eingeschränkt für Diätprodukte werben (Bild: Getty Images)

Instagram hat seine Gemeinschaftsrichtlinien um einen Punkt erweitert: Posts, in denen abführend wirkende Diätprodukte in Form von Tees, Shakes oder Lutschern beworben werden, sollen künftig reguliert werden. In der Vergangenheit hatten Stars wie Kim und Khloe Karadashian, Cardi B oder Iggy Azaelea immer wieder Fotos von sich geteilt, auf denen sie mit Produkten vor allem der Marke Flat Tummy Co. zu sehen waren.

Fragwürdige Posts kommen auf den Prüfstand

Instagram will seinen Nutzern nun eine neue Funktion zur Verfügung stellen, mit der sie Posts melden können, die ihrer Meinung nach gegen die Richtlinien verstoßen. Sogenannte Content Reviewer sehen sich die gemeldeten Inhalte an. Stellen sie fest, dass mit dem Post Produkte beworben werden, die einen Gewichtsverlust versprechen, ist er für User unter 18 Jahren nicht mehr zu sehen. Ganz entfernt werden entsprechende Posts, die einen Affiliate-Link enthalten.

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Jungen Menschen wird ein falsches Körperbild vermittelt

Bislang verdienen die Influencer gutes Geld mit solchen Posts, die vor allem junge Follower extrem negativ beeinflussen können. Die scheinbar perfekten und retuschierten Körper vor Augen bekommen sie ein verzerrtes Bild von dem, wie ein Körper auszusehen hat. Unter anderem die Moderatorin, DJane und Schauspielerin Jameela Jamil hat solche Posts in der Vergangenheit lautstark kritisiert und wurde von Instagram bei den Planungen zur neuen Richtlinie einbezogen.

Sie hatte schon im November 2018 gegen Cardi B gewettert und gefragt: “Wann werden diese schönheitsoperierten Frauen damit aufhören, ihren Followern zu sagen, sie sollten ein Abführmittel trinken, um so auszusehen wie sie selbst?“ Solche negativen Vorbilder würden Essstörungen geradezu befeuern. Jamil hatte früher selbst jahrelang eine Essstörung und weiß, wie zerstörerisch sich eine solche auswirken kann.

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Die Community wird gehört

Ein Pressesprecher von Instagram sagte, die Plattform solle ein positiver Ort für alle Nutzer sein. Die neue Gemeinschaftsrichtlinie sei Teil eines Prozesses, mit dem das Unternehmen den Druck von den Usern nehmen wolle, den die sozialen Medien manchmal erzeugten. Mit diesem Schritt würde die Community, auf die man auch in Zukunft hören werde, besser geschützt.

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