Foto-Shooting mit Doktorarbeit statt Baby

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Man kennt diese Fotos von müden, aber glücklichen Müttern, die ihre Babys im Arm halten und sie ansehen, als hätte es auf Erden nie etwas Wunderbareres gegeben. Doch auch, wer kein Kind geboren hat, kann dieses Gefühl durchaus nachvollziehen, wie ein Twitter-Tweet samt etlichen Kommentaren zeigt.

Sarah Whelan Curtis und ihr "Baby" (Bild: Twitter@sarahwcurtis )

Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, ist mit vielen Anstrengungen und Schmerzen verbunden und kurz davor scheint es einem, als könnte man diese Strapaze niemals meistern. Wer jetzt an eine Geburt denkt, dem würde Sarah Whelan Curtis wohl eine etwas einseitige Sichtweise attestieren. Die junge Frau hat gerade ihre Doktorarbeit an der Emory University in Atlanta abgegeben und dies mit einem besonderen Foto-Shooting gefeiert.

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Stolz und heftig verliebt

In Anlehnung an die klassischen Mutter-Baby-Fotos, die viele stolze Mamis nach der Geburt von sich machen lassen, hat sie ihr “Baby“ auf eine ganz ähnliche Art inszeniert. Die Fotos, die sie bei Twitter teilte, zeigen die frischgebackene Frau Doktor, wie sie liebevoll auf das kleine, in eine Decke gehüllte Bündel in ihrem Schoß schaut, das ihr so viel abverlangt hat. Natürlich darf eine Nahaufnahme ebenso wenig fehlen wie das obligatorische Vor-der-Geburt-Bild, in dem das Baby noch im Bauch der Mutter schlummert.

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Das Gefühl können viele Akademiker nachvollziehen

Die Fotos hat sie mit den Worten “die längsten Wehen aller Zeiten“ versetzt und damit offensichtlich einen Nerv bei all jenen Usern getroffen, die selbst schon einmal eine derart umfängliche akademische Arbeit abgeliefert haben. Ein User schrieb zum Beispiel: „Herzlichen Glückwunsch! Ich bin im 66. Monat und stehe kurz vor der Geburt.

Ein anderer schrieb: “Als ich meine gedruckt hatte, war sie warm und am Leben.“

Eine weitere Userin postete das Foto, das sie kurz vor der Abgabe ihrer eigenen Doktorarbeit zeigt und schrieb dazu: “Ich musste einfach den Schmerz und die Tortur zeigen. Wie ich mich selbst in die Ziellinie geschleppt habe!“

Und noch eine Userin schrieb: “Man kann nichts mit der Verbindung zwischen Mutter und Doktorarbeit vergleichen, so pur und erbaulich.“

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