Liebeskugeln: Warum du jetzt mit dem Training anfangen solltest

Erika W. Smith

Liebeskugeln, Vaginalkugeln, Lustkugeln, Lustperlen, Liebesperlen: Wie auch immer du sie nennen möchtest, spätestens seit Fifty Shades of Grey kaufen und benutzen sie immer mehr Menschen .

Wie genau man die Dinger benutzt, hat uns Christian Grey allerdings leider nicht verraten. Und ja, die Bezeichnungen lassen bereits einiges vermuten, aber wofür sind Lustkugeln eigentlich wirklich gut? Wir haben bei der Sextherapeutin und Autorin ( Wanting to Want: What Kills Your Sex Life and How to Keep It Alive ) Dr. Madeleine Castellanos nachgefragt.

Bevor die kleine Lehrstunde beginnt, schnell noch ein Hinweis von Dr. Castellanos: Wenn du Vaginalkugeln aufgrund körperlicher Symptome ausprobieren möchtest – wie Schmerzen beim Sex, Orgasmusprobleme oder Inkontinenz – konsultiere bitte vorher deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen. Sie oder er kann ernstere Krankheiten ausschließen, die der Grund für deine Beschwerden sein könnten.

Liebesperlen sind kleine, schwere Kugeln, die du im Inneren deiner Vagina trägst, um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Das kann viele positive Dinge mit sich bringen. So kann die Vagina nach der Entbindung mit ihnen gestärkt werden oder die Kontrolle über den Urinfluss kann verbessert werden. Außerdem können sie die Intensität von Orgasmen erhöhen – sowohl deine als auch seine. Warum? Weil du mit gestärkten Vaginalmuskeln den Penis besser umschließen kannst (du fühlst dich für ihn enger an) und weil das Training ganz nebenbei auch dafür sorgt, dass deine Klitoris sensibler wird. Manche Menschen finden es sogar anturnend, sie (während des Vorspiels oder einfach nur so) in sich zu tragen.

Besonders am Anfang eignen sich leichtere, größere Liebeskugeln aus Edelstahl, Glas oder medizinischem Silikon sehr gut. Zu kleine oder schwere „können schnell rausrutschen und dir auf die Zehen fallen“, so Dr. Castellanos.

Es gibt zwei Kategorien von Lustkugelübungen. Die erste besteht aus zwei Bällen Dr. Castellano schlägt drei Mal zehn Wiederholungen (An- und Entspannen) vor. Oder du führst die Lustperlen ein und hältst sie so lange wie es geht. „Ich rate dazu, beide Übungen zu machen, denn sie trainieren den Muskel auf unterschiedliche Art und Weise.“ Wenn du fertig mit dem Work-out bist, nimmst du die Kugeln wieder heraus. Du musst sie also nicht den ganzen Tag drin lassen. Im Gegensatz zur zweiten Kategorie, denn bei dieser Variante trägst du sie ein paar Stunden am Stück. Bei diesen Liebesperlen befindet sich in einer Vaginalkugel meist eine zweite, kleinere. Dadurch vibriert sie leicht, wenn du dich bewegst. Hier brauchst du nicht ständig an- und entspannen. Trag sie einfach nur mit dir herum, während du deine täglichen Pflichten erledigst. Du solltest aber möglich in Bewegung bleiben und nicht sitzen oder liegen. „Im Prinzip machst du Sport, ohne darüber nachdenken zu müssen“, so Dr. Castellanos.

Ganz gleich, welche Variante zu ausprobieren möchtest: Bevor du die Lustperlen einsetzt, solltest du dir immer erst gründlich die Hände waschen. Dann begibst du dich in eine Position, die für dich angenehm ist. Anfänger*innen empfinden es zum Beispiel oft als angenehm, sich auf den Rücken zu legen. Wie du die Kugeln wieder herausbekommst, hängt davon ab, welches Modell du gekauft hast. An manchen Lustperlen ist ein kleiner Strick befestigt, so dass du sie (wie einen Tampon) wieder herausziehen kannst. Bei Kugeln ohne Schnur hockst du dich am besten hin. „Führe deinen Finger an der Beckenbodenmuskulatur vorbei und fische nach dem Ball. Versuche vorsichtig, ihn mit deinen Muskeln ein Stück herauszudrücken und ziehe ihn mit den Fingern heraus, sobald es möglich ist.“ Übung macht die Meisterin. Genau wie alle anderen Sextoys solltest du auch die Lustkugeln nach der Benutzung reinigen. Und einfach Spaß mit ihnen haben!

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