Mit diesen Worten verteidigt “Vogue” die umstrittenen Bilder von Helene Fischer

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style

Das Modemagazin “Vogue” hat auf die harte Kritik im Netz an den Bildern von Schlagerstar Helene Fischer reagiert und die Frage aufgeworfen: “Wer sind diese Menschen, die sich das Recht herausnehmen, über den Körper und das Aussehen einer Frau auf diese Weise zu urteilen?”


“Viel zu mager”, “gar nicht mehr schön” – so fiel das vernichtende Urteil vieler Helene-Fischer-Fans aus, die den Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Sängerin in der aktuellen Ausgabe der “Vogue” nicht viel abgewinnen können. “Was habt ihr mit unserer hübschen Helene gemacht?”, fragte ein Instagram-User erschrocken und löste damit gemeinsam mit anderen kritischen Stimmen eine Debatte darüber aus, welchen Stellenwert die Sängerin bei ihren Fans wirklich hat.


Diese Kritik wollte das Modemagazin jedoch nicht auf sich sitzen lassen: In einem Instagram-Post prangerte “Vogue” nun jene Menschen an, die sich abfällig über Helene Fischers Aussehen auf den Bildern geäußert haben. Darin heißt es: “Über unser Januar-Cover mit Helene Fischer wird gerade viel diskutiert. Während die einen es für seine Ehrlichkeit loben, gibt es auch viele negative Stimmen. Auf vogue.de fragen wir uns, wer diese Menschen sind, die sich das Recht herausnehmen, über den Körper und das Aussehen einer Frau auf diese Weise zu urteilen? Wer stört sich an der Natürlichkeit einer Frau, die sich stolz und wahrhaftig auf dem Cover eines Modemagazins zeigt?”

Helene Fischer wird für ihre angeblich sehr authentischen Bilder in der “Vogue” kritisiert. (Bild: Getty Images)

Es hagelt weiter Kritik

Einige Nutzer reagierten daraufhin einsichtig und lobten die Entscheidung des Magazins, sich öffentlich gegen die harte Kritik auszusprechen. Andere wiederum kritisieren weiterhin auch Fotograf Peter Lindbergh, der schon Größen wie Naomi Campbell und Kate Moss vor der Kamera hatte, dafür, Helene Fischer unvorteilhaft abgelichtet zu haben.

Kommentare wie “Es wird ja nicht die Frau verurteilt, sondern der Fotograf, der sie aussehen lässt, als hätte sie aufgespritzte Lippen und Wodka intus” und “Sollte ein Fotograf nicht mehr machen, als sich selbst zu zeigen?” kritisieren Arbeit und Stil des 74-Jährigen.

Ein Großteil der Follower macht sich augenscheinlich Sorgen darüber, dass diese Bilder dem – sonst so makellosen – Ruf der Sängerin schaden könnten. “Ich hätte als ihr Management das Foto nicht freigegeben, da es aus meiner Sicht nicht zu ihrem öffentlichen Image passt”, schreibt ein Nutzer. “Die Leute sind immer an der Privatsphäre eines Prominenten interessiert, aber zu viel des Guten wollen sie auch nicht sehen.”

Ehrliche Bilder von Helene Fischer

Ziel des Shootings sei es laut “Vogue” jedoch gewesen, ehrliche und besonders natürliche Fotos von der Sängerin zu machen: Auf viel Make-up wurde verzichtet, das Shooting fand barfuß und im schlichten Kleid statt, um die echte Helene zu zeigen.