So soll der Ikea-Katalog Kunden zum Einschlafen bringen

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Wer nicht gerade auf der Suche nach einem günstigen Möbelstück ist oder gar eine ganze Wohnung einzurichten hat, könnte einen Ikea-Katalog zum Einschlafen langweilig finden. Genau das macht sich das schwedische Möbelhaus nun mit einem Podcast zunutze.

Ikea möchte seinen Katalog dazu nutzen, den Kunden beim Einschlafen zu helfen. (Bild: Getty Images)

Wer wieder einmal schlaflos im Bett liegt und in Gedanken schon zahlreiche Schafe über den imaginären Zaun hat hüpfen lassen, ohne zu wirklicher Entspannung zu gelangen, könnte einmal die neueste Idee aus dem Hause Ikea ausprobieren. Ein Podcast mit denkbar reduziertem Inhalt, der so unspektakulär daherkommt, dass man seine Gehirnzellen wirklich getrost ausschalten kann.

Mit Sara oder Kent in der „Oase der Ruhe“

Wer zuhören will, hat die Wahl zwischen Sara und Kent. Zwei angebliche Ikea-Mitarbeiter, die Englisch sprechen aber dabei diesen sympathischen schwedischen Akzent haben, wie man ihn aus der Werbung kennt.

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Zu Beginn des Podcasts erklären beide das Ziel des Podcasts: Den Zuhörern dabei zu helfen, sich zu entspannen und einzuschlafen, damit sie danach frisch in den nächsten Tag starten können. Die richtigen Voraussetzungen dafür: das Schlafzimmer oder zumindest das Bett sollten eine „Oase der Ruhe sein“, das Smartphone aus, das Licht ebenso, Vorhänge zu und eine angenehme Raumtemperatur. Danach muss man sich dann nur noch einkuscheln und zuhören.

Mit den Namen und Produkten plätschern auch die Gedanken dahin

Und so erfährt man zunächst, dass Bücherregale von Ikea nach schwedischen Jungs-Namen benannt sind, Artikel aus dem Badezimmer nach Gewässern und im Podcast genannte Textilien aus dem Schlafzimmer nach Pflanzen. Ab dann werden vom Schlafzimmer bis zum Bad nur noch Produkte aus dem australischen Katalog vorgelesen, da der Podcast von Ikea in Australien produziert wird. Das Ganze dauert eine knappe halbe Stunde und wird untermalt von leiser Musik.

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Langweilig ist das und soll es auch sein. Und natürlich ist es vor allem auch eines: Werbung. Denn wann, wenn nicht im abgedunkelten Schlafzimmer ohne jede Ablenkung, würde man die einschläfernde Ikea-Botschaft – ob bewusst oder unbewusst – besser abspeichern?

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