Hochzeit: Die Deutschen sind viel romantischer als gedacht

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Aus Liebe oder Steuergründen? Vor oder nach der Geburt der Kinder? Pompös oder im kleinen Rahmen? In einer gemeinsamen Umfrage haben das Online-Portal Statista und das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov herausgefunden, wie die Bundesbürger zum sprichwörtlich schönsten Tag im Leben stehen.

Warum, wie und wann die Deutschen heiraten, das bringt eine Umfrage ans Licht. (Symbolbild: Getty Images)

Yes, alle Romantiker können kurz triumphieren! Die Liebe ist noch immer der häufigste Grund, den die von YouGov und Statista befragten Bundesbürger für eine Hochzeit angaben. Mit 67 Prozent landete das schönste aller Gefühle auf Platz eins. Mit 42 Prozent auf Platz zwei liegt der Wunsch, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Für 23 Prozent der Befragten ist die Absicherung das Hauptargument für eine Ehe. Und nur 15 Prozent sind der Meinung, man solle heiraten, wenn ein Kind unterwegs ist.

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Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wenn es um Liebe geht, spielt die Intensität eine wichtigere Rolle als ein jahrelanger Realitätscheck. 54 Prozent gaben an, dass es nicht wichtig sei, wie lange ein Paar vor der Hochzeit schon zusammen war. Wenn es sich richtig anfühle, sei es auch der richtige Zeitpunkt. Mit 18 Prozent fand aber noch fast jeder Fünfte, Paare sollten den großen Schritt erst gehen, wenn sie mindestens zwei Jahren zusammen sind. 12 Prozent waren der Meinung, ein Paar sollte vor der Hochzeit mindestens ein Jahr zusammen gewesen sein.

Wie teuer darf die Sause sein?

Dass eine Hochzeit nicht mehr als 5000 Euro kosten sollte, darin waren sich 31 Prozent der Befragten einig. Immerhin 19 Prozent waren der Meinung, zu diesem Anlass wären auch Ausgaben bis zu 10.000 Euro angemessen. Dagegen fanden aber auch 16 Prozent, dass man für die Feierlichkeiten höchstens 2000 Euro ausgeben sollte.

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Kirche muss nicht sein

Die Frage, ob eine Hochzeit neben dem Standesamt auch noch in einer Kirche abgehalten wird, spielt für 63 Prozent keine oder keine wichtige Rolle. Was eventuelle voreheliche Kinder angeht, sind 47 Prozent der Deutschen entspannt. Dagegen finden es 39 Prozent wichtig, erst zu heiraten und erst dann eine Familie zu gründen.

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