WhatsApp, Facebook und Instagram betroffen: Weltweite Panne deckt Fotodaten auf

Angelika Zahn
Freie Journalistin

Weltweit waren gestern Menschen von den Störungen auf Instagram & Co. genervt. Doch was steckt eigentlich hinter den seltsamen Beschreibungen, die statt der Fotos zu sehen waren?

Nutzer meldeten am Mittwoch weltweit schwere Störungen bei Facebook, WhatsApp und Instagram. (Bild: Getty Images)

Gegen 14 Uhr ging es los und erst nach Mitternacht funktionierte alles wieder störungsfrei: Weltweit konnten Millionen Nutzer Instagram, Facebook und WhatsApp nicht wie gewohnt nutzen. Die Facebook-Seite ließ sich oft nicht laden, bei Instagram wurde der News-Feed nicht aktualisiert. Fotos oder Videos konnten nicht hochgeladen werden.

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Interessanter Nebeneffekt: Die Störung offenbarte einen Blick hinter die Daten-Kulissen der Seiten, den man normalerweise als Nutzer nicht bekommt. Zum Teil konnte man sehen, wie die Bilder von Facebook und Instagram computergeneriert verschlagwortet wurden.

Daten sind offiziell für sehbehinderte Menschen bestimmt

Wie viele Personen sind auf einem Foto zu sehen? Was tun sie darauf – tanzen, gehen, essen? Ist ein Haustier zu sehen oder irgendein Objekt? Wurde es im Freien, in der Nacht, auf einer Hochzeit aufgenommen? Informationen wie diese konnte man plötzlich statt des Bildes sehen.

Nutzer konnten teilweise – wie hier auf dem Account von Mark Zuckerberg – sehen, wie Facebook & Co. Bilder vertaggen. (Bild: Screenshot Facebook / Mark Zuckerberg)

Doch was hat es damit auf sich? Werden diese Daten etwa dazu benutzt, um den Usern gezielt Werbung anzuzeigen? Das ist nicht ganz klar.

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Offiziell verwendet Facebook schon seit 2016 ein Programm, das mithilfe Künstlicher Intelligenz erkennt, was auf Fotos abgebildet ist. Und zwar, um sehbehinderten Menschen über ein Sprachsystem den Inhalt zu beschreiben.

Daten für Werbezwecke?

Der Verdacht, dass die Schlagwort-Informationen “zweitverwertet“ werden könnten, um zum Beispiel einem Hundebesitzer Werbung für Hundefutter auszuspielen oder einer Schwangeren Babyprodukte, drängt sich natürlich auf - wurde bislang aber weder bestätigt noch explizit dementiert.

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