Wie oft sollte man Bettdecke und Kopfkissen waschen?

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Alle zwei bis drei Wochen sollte man seine Bettwäsche wechseln. Aber wie sieht es eigentlich mit der Bettdecke und dem Kopfkissen aus? Wie oft sollte man hier ran und reicht dafür die heimische Waschmaschine oder ist die Reinigung besser?

Alle zwei bis drei Wochen sollte man seine Bettwäsche wechseln. (Symbolbild: Getty Images)

Ein Bett samt Zubehör ist das reine Paradies für winzig kleine Tierchen. Hier fühlen sich Bakterien ebenso wohl wie Milben, die regelmäßig Nachschub an kleinen Hautschüppchen bekommen. Für die feucht-warme Wohlfühlatmosphäre sorgt der Schweiß, den jeder Schlafende jede Nacht absondert. Hier sind bis zu einem Liter pro Nacht drin.

Einmal im Jahr ist das Bettzeug dran

Bettwäsche sollte man daher regelmäßig bei 60 Grad waschen, zwei- oder mindestens einmal im Monat. Decke und Kopfkissen muss man nicht so oft reinigen, doch wo liegt hier die Grenze? Der deutsche Textilreinigungs-Verband rät dazu, die Schlafutensilien einmal im Jahr entweder selbst zu waschen oder sie in die Reinigung zu bringen. Was wann angebracht ist, hängt neben dem Material auch von der Größe der eigenen Waschmaschine und dem (Nicht-)Vorhandensein eines Trockners ab. Wer sein Bettzeug nicht wäscht, riskiert, dass die Füllung der Decke durch das abgesonderte Hautfett und die Salze verklebt. Für Allergiker ist es besser, Decken und Kissen öfter zu waschen, da sie besonders auf die Milben reagieren können, die anderen Menschen nichts ausmachen.

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Decken und Kissen müssen auch mal gewaschen werden. (Symbolbild: Getty Images)

Selbst waschen oder ab in die Reinigung?

Decken und Kissen sollten immer separat gewaschen werden. Sofern sie gut in die Waschmaschine passen und nicht hineingequetscht werden müssen, kann man das zuhause machen. Ist die Waschmaschine zu klein, was gerade bei dicken Winterdecken vorkommen kann, sollte man sie in die Reinigung bringen. Oder man wäscht sie in der Badewanne, wobei man sie etwa eine Stunde im warmen Wasser und dem entsprechenden Waschmittel einweichen und dabei mehrmals wenden sollte.

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Natur vs. Synthetik

Vor dem Waschen ist das erste Unterscheidungsmerkmal immer, ob das Bettzeug aus natürlichen Materialien wie Daunen, Federn, Baumwolle oder Seide besteht oder aus synthetischem Material (Mikrofasern, Hohlfasern oder Polyester) besteht. Gewaschen werden kann alles. Einzige Ausnahme sind Decken und Kissen mit Naturhaar- oder Bambusfüllung, die tatsächlich nur gelüftet werden dürfen.

Welche Decke wird wie gewaschen?

Bettzeug aus Mikrofaser, Hohlfaser oder Polyester kann normalerweise bei 60 Grad gewaschen werden kann, Kissen und Decken aus natürlichen Materialien bei 30 oder 40 Grad im Schonwaschgang. Federn, Baumwolle und Seide sollten mit 400 Umdrehungen geschleudert werden, was auch für Daunen richtig sein kann. Eine andere Meinung ist, dass Daunendecken bei 1000 Umdrehungen geschleudert werden sollten, damit sie gleich möglichst viel Wasser absondern.

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Daunen am besten in den Trockner

Bettzeug, besonders Daunen-oder Federdecken, sollte man nach dem Waschen zügig aus der Waschmaschine nehmen, damit die Füllung möglichst schnell trocknen kann und nicht anfängt, muffig zu riechen. Gerade bei Daunen besteht die Gefahr, dass die Füllung verklumpt und im schlimmsten Fall verschimmelt. Wer keinen Trockner hat, sollte die Daunen in der Waschmaschine möglichst bei hoher Drehzahl schleudern und die Bettwäsche danach am besten im Freien aufhängen, wo sie gut belüftet wird.

Wer im Winter wäscht, sollte das Bettzeug in Heizungsnähe trocknen. Während des Trocknens sollte man die Bettwäsche mehrmals gut aufschütteln, damit sich die Füllung im Inneren gut verteilt und nicht zusammenklumpt. Am einfachsten kann man Daunendecken aber flauschig und voluminös halten, indem man sie in den Trockner wirft und ein schonendes Programm einstellt. Bettzeug aus anderen Materialien kann beim passenden Programm natürlich auch in den Trockner.

Nach dem Schlafen sollte man die Decke ausschütteln. (Symbolbild: Getty Images)

Sonstige Pflege

Nach dem Schlafen sollte man die Decke ausschütteln, um Haare und Hautschüppchen zu entfernen und die Bettdecke zum Lüften am besten draußen aufhängen, damit die durch den Schweiß verursachte Feuchtigkeit trocknen kann. Daunendecken sollte man allerdings nicht in die pralle Sonne legen.

Wann brauche ich eine neue Decke?

Wann die Zeit für eine neue Bettdecke oder ein neues Kopfkissen gekommen ist, hängt stark vom Material ab und davon, wie das Bettzeug gepflegt wurde. Ist die Füllung verklumpt und die gleichmäßige Wärmeleistung nicht mehr gegeben, ist es Zeit für eine neue Decke. Verschimmelte Daunen oder Federn sind ein Gesundheitsrisiko und sollten sofort entsorgt werden.

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Ansonsten gibt es Hersteller, die behaupten, bei der richtigen Pflege seien ihre Decken und Kissen zehn bis 40 Jahre haltbar. Generell kann man sagen, dass man sich Decken und Kissen spätestens im Abstand von fünf Jahren genauer anschauen sollte, um zu entscheiden, ob sie ihren Zweck noch gut erfüllen und auch aus hygienischen Gründen noch in Ordnung sind.

VIDEO: So oft solltest du die Bettwäsche wechseln